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Wie werde ich Benutzer?
Wie bekomme ich Rechenzeit?

— Beantragung und Verwaltung von Kennungen und Großprojekten —

Quicklinks

Quicklinks - Wenn Sie bereits genau wissen, was Sie wollen:

Allgemeines

Der Einsatz des HLRN-Systems zur Lösung Ihrer wissenschaftlichen Fragestellung erfolgt in der Regel in zwei Phasen:

  • Zur Vorbereitung eines Projekts arbeiten Sie mit einer Benutzerkennung mit geringen Ressourcen und begrenzter Gültigkeit, Ihr Aufwand für den Antrag ist gering, siehe Abschnitt Benutzerkennung.

  • Sie beantragen Ressourcen für ein sogenanntes Großprojekt, der Aufwand auf Ihrer Seite ist deutlich größer, siehe Abschnitt Großprojekt.

Die Einheit für die Zuteilung von Rechenzeit auf dem HLRN-System ist die NPL = Norddeutsche Parallelrechner-Leistungseinheit. Details zur Größe einer NPL auf den verschiedenen Knoten sowie zur Zuteilung und Abrechnung von Ressourcen sind im Topic zum Accounting beschrieben. Zukünftig können auch die Anforderung von Hauptspeicher oder bestimmte I/O-Anforderungen berücksichtigt werden. Weitere formale Informationen zur Nutzung des HLRN-Systems sind in der Entgeltordnung des HLRN zu finden.

Benutzerkennung

Als Voraussetzung für die Beantragung eines Großprojekts muss aus dem Bundesland und für das Fachgebiet des künftigen Großprojekts mindestens eine Benutzerkennung eingerichtet worden sein. Benutzerkennungen zur Vorbereitung von Großprojekten können über ein Web-Formular beantragt werden. Sie erhalten ein Kontingent von 2.500 NPL pro Quartal, befristet für das laufende und die beiden folgenden Quartale. Eine Benutzerkennung läuft mit Ende dieser Frist ab, sofern sie in der Zwischenzeit nicht in ein Großprojekt aufgenommen wurde. Nach Ablauf der Kennung kann noch für ein weiteres Quartal auf den Datenbestand der Kennung zugegriffen werden, danach wird die Kennung endgültig gesperrt.

In begründeten Ausnahmefällen kann das Kontingent befristet in Grenzen erhöht werden, auch die Lebensdauer einer Kennung kann befristet verlängert werden. Wenden Sie sich bei Bedarf mit einer Begründung an Ihren Fachberater. Hinweise, Optionen und Regelungen zu HLRN-Benutzerkennungen sind auf der Seite Hinweise und Policies zum Service Portal zu finden.

Nationale und internationale Regelungen schränken den Zugang zum HLRN-System für Angehörige einiger Länder ein. Details sind in einer Ausarbeitung des BMBF zum Thema "Supercomputer und Exportkontrolle" sowie im Antragsformular zu finden.

Bei Fragen im Zusammenhang mit dem Antragsverfahren wenden Sie sich bitte an einen Ihrer lokalen Ansprechpartner.

Großprojekt

Rechenzeit-Kontingente

Für jedes Projekt mit einem Rechenzeitbedarf von mehr als 10.000 NPL/Quartal findet vor seiner Zulassung eine Begutachtung durch den Wissenschaftlichen Ausschuss des HLRN statt. Der HLRN bewilligt etwa 130 Millionen Core-Stunden pro Quartal (entspricht etwa 42 Millionen NPL pro Jahr) für Großprojekte.

Antragsverfahren und Termine

Rechenzeit-Kontingente für Großprojekte, die auf dem HLRN-System durchgeführt werden sollen, werden jeweils für ein Jahr bewilligt und quartalsweise zugeteilt. Die Bearbeitung eines solchen Großprojekts kann jeweils zum Anfang eines Quartals beginnen.

Anträge auf Rechenzeit (und weitere Ressourcen) müssen bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftlichen Ausschusses bis spätestens zum 28. des ersten Monats im Vorquartal, also zum jeweils nächsten aus der Folge der Termine   28.1.,  28.4.,  28.7.,  28.10.   vorliegen. Beginn des Zeitfensters für die Beantragung ("Call for Proposals") und Öffnung der Antragsdatenbank liegen normalerweise am Anfang des Vorquartals, etwa drei Wochen vor Antragstermin; dies wird per Email und im HLRN NewsCenter angekündigt. Die Begutachtungsphase für die Anträge wird abgeschlossen mit dem Versenden der Bewilligungsbescheide durch den Wissenschaftlichen Ausschuss, etwa zwei Wochen vor Ende des Vorquartals.

Beispiel für den zeitlichen Ablauf eines Grossprojekts, das zum 1.4. begonnen werden soll:

ProjektPlanHLRN-3.png

Antragsunterlagen

Der Antrag auf ein Großprojekt erfolgt ausschließlich über ein Web-Formular. Für die Antragstellung ist eine gültige Benutzerkennung erforderlich. Beim Ausfüllen des Web-Formulars werden in erheblichem Umfang Angaben zum geplanten Großprojekt abgefragt, über die Sie sich vorab klar werden sollten. Bei Bearbeitung des Web-Formulars sind formale Fragen zu beantworten; diese sind zu Ihrer Orientierung in einer Übersicht zusammengestellt.

Außerdem ist eine Kurzbeschreibung (Abstract) hochzuladen, die auf dem HLRN-Webserver veröffentlicht wird.

Die Kurzbeschreibung sowie die zusätzlich hochzuladende Projektbeschreibung (bzw. Status- oder Fortschrittsbericht) müssen bestimmten Anforderungen genügen.
(Anforderungen einblenden ...)(Anforderungen ausblenden ...)

Anforderungen an die Antragsunterlagen

Für einen Projektantrag (Erstantrag bzw. Fortsetzungs- oder Erweiterungsantrag) nutzen Sie bitte

Nach dem Ausfüllen des Formulars erhält der Projektleiter eine Email, die aus zwei Teilen besteht. Der zweite Teil dieser Email ist mit Unterschrift und Stempel versehen bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftlichen Ausschusses einzureichen (bis spätestens etwa eine Woche nach Ablauf der Antragsfrist). Der erste Teil enthält auch Hinweise auf die einzureichenden Unterlagen (elektronisch im pdf-Format):

  • Die Kurzbeschreibung (Abstract) des Projekts (zu aktualisieren bei Fortsetzunganträgen und nach Projektende). Sie wird auf dem Webserver des HLRN veröffentlicht.
    Die zugehörige HLRN-Vorlage (für LaTeX) ist im Web abrufbar.
  • Die Projektbeschreibung bzw. der Statusbericht (Fortschrittsbericht)
  • ggfs. Anlagen (Attachments) wie Publikationen (Preprints) und anderes.

Durch die Projektbeschreibung (bzw. den Statusbericht / Fortschrittsbericht) soll für den Fachgutachter die wissenschaftliche Zielsetzung und Methodik des Projekts klar zu erkennen sowie der Ressourcenbedarf nachvollziehbar begründet sein.

Nehmen Sie daher in der Projektbeschreibung (bei Erstantrag) bzw. im Statusbericht/Fortschrittsbericht (bei Fortsetzungs- oder Erweiterungsantrag) insbesondere zu folgenden Punkten Stellung:

  • Darstellung der Problemstellung, der Projektzielsetzung und der fachspezifischen Bedeutung des Vorhabens,
  • Darstellung der mathematischen bzw. informationstechnischen Aspekte,
  • Darstellung der verwendeten bzw. geplanten algorithmischen/mathematischen/numerischen Methoden und Lösungsverfahren,
  • Aussagen zur besonderen Eignung von Parallelrechnern für die Bearbeitung des Problems mit Angaben zum Grad der Parallelität,
  • Aussagen zum zu erwartendenden Performancegewinn abhängig von der Anzahl der verwendeten Prozessoren (Skalierbarkeit),
  • Bereits geleistete Vorarbeiten (bei Erstantrag), bzw. Statusbericht/Fortschrittsbericht zu den durchgeführten Arbeiten und Hinweise auf Publikationen, ggf. Preprints (bei Fortsetzungsantrag),
  • Fundierte, für die Gutachter nachvollziehbare Abschätzung der benötigten Betriebsmittel (Rechenzeit, Hauptspeicherplatz, Datenhaltung: benötigter permanenter und temporärer Massenspeicherplatz usw.), die durch Testrechnungen auf dem HLRN oder auf auf anderen, vergleichbaren Rechenanlagen untermauert sein sollte (der zeitliche Verlauf der gewünschten Bereitstellung der Betriebsmittel sollte ggf. anhand einer Monatstabelle dargestellt werden),
  • NEW Eine detaillierte Beschreibung des I/O-Verhaltens der Anwendung (Datenmanagement; Anzahl und Größe der Dateien, die während eines typischen Programmlaufs erzeugt werden, verwendete I/O-Strategie (globales oder task-lokales I/O, MPI I/O, netCDF, HDF5, etc.)) und eine Abschätzung der Datenübertragungskapazitäten während der Projektlaufzeit zwischen temporärem und permanenten Speicher, sowie zum und vom HLRN.
  • Abschätzung der Projektdauer.

Der Umfang sollte in der Regel 10 Seiten nicht überschreiten. Der Bericht kann in deutscher oder englischer Sprache geschrieben werden.

Wenn Sie Fragen im Zusammenhang mit den geforderten Unterlagen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Fachberater im HLRN.


Last modification: WolfgangBaumann - 13 May 2016 09:24 (Version: 30)

Es wird dringend empfohlen, zur Vorbereitung eines Großprojekts rechtzeitig Kontakt mit dem für Sie zuständigen Fachberater im HLRN aufzunehmen.

Benutzerkennungen in Großprojekten

Ein bewilligtes Großprojekt muss durch den Projektadministrator mit Benutzerkennungen ausgestattet werden. Dazu kann er im HLRN Service Portal seinem Projekt

Eine Kennung bleibt solange gültig, wie sie einem Großprojekt zugeordnet ist. Danach erhält sie wieder den Status einer Vorbereitungskennung (Schnupperkennung), siehe unter Abschnitt Benutzerkennung). Weitere Hinweise, Optionen und Regelungen zu Grossprojekt-Kennungen sind auf der Seite Hinweise und Policies zum Service Portal zu finden.

Werkzeuge für organisatorische Aufgaben

Alle Arbeitsschritte zum Beantragen und Verwalten von Benutzerkennungen bzw. Großprojekten erfolgen über eine Webschnittstelle, die im Service Portal des HLRN bereitgestellt wird. Eine Kurzübersicht ist auf der Seite QuickLinks zu finden. Beachten Sie auch die Hinweise und Policies zum Service Portal.

Anhänge (attachments) für Projektanträge müssen im PDF-Format sein.

Acknowledgement HLRN

Bitte erwähnen Sie die Förderung durch Rechenzeit auf dem HLRN und die Rolle, die HLRN-Ressourcen und Service für diese Forschung gespielt hat, in allen Publikationen oder Präsentationen auf Workshops oder Konferenzen. Es bietet sich an, die Bezeichnung "HLRN" durch die Formulierung "Norddeutscher Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen" (für englischsprachige: "The North-German Supercomputing Alliance") zu ergänzen, falls eine solche genauere Beschreibung für erforderlich erachtet wird.

Falls zutreffend sollte auch eine Danksagung hinzugefügt werden, wenn Sie Unterstützung im Hinblick auf technische und inhaltliche Aspekte [ODER ÄHNLICHES] und bei der Implementierung und Nutzung Ihres Codes und Ihres Workflows auf den HLRN Ressourcen erhalten haben.

Beispiele:

Die Autoren danken dem Norddeutscher Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN) für die HPC-Ressourcen, die zur Entstehung der hier dargestellten Forschungsergebnisse beigetragen haben.

Oder:

Die [Rechenzeit-]Ressourcen für unsere Simulationen/Berechnungen/[ODER ÄHNLICH] wurden vom Norddeutscher Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN) bereitgestellt.

Sowie (falls zutreffend):

Die Autoren danken [Name der Person/en] von/vom [ORGANISATIONSNAME] für die Unterstützung bei der Implementierung des Codes [ODER ÄHNLICH] auf dem HLRN-System [ODER ÄHNLICH].


Last modification: WolfgangBaumann - 13 Apr 2017 13:43 (Version: 73)

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